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Bundesliga: 24. Main Spessart Rundfahrt Top Ten für Schuler und Eggl

Freitag, Mai 20, 2011 in Pro Cycling

Zwei BIKE-AID Fahrerinnen in der Top Five der Bundesliga Gesamtwertung.
Beim letzten Bundesliga Rennen vor 4 Wochen in Überherrn, konnte sich neben Désirée Schuler auch Elena Eggl in die Top Ten der Gesamtwertung vorkämpfen und damit für den besten Zwischenstand seit Teambestehen sorgen. Mit einem Zeitfahren am Main und der 24. Austragung der Main Spessart Rundfahrt in Karbach stand vergangenes Wochenende der 4. und 5. Lauf der Bundesliga an und unsere Fahrerinnen mussten ihre Plätze verteidigen.
 
Als zweifache Südwestmeisterin ist Sabine Fischer die stärkste BIKE-AID Fahrerin im Zeitfahren. Ihre Leistung war daher vergangenen Samstag auf den 11,2km vor allem für die Mannschaftswertung wichtig. Mit einem 18. Platz trug sie entscheidend zu einem guten 3. Platz in der Tagesmannschaftswertung bei. Elena Eggl wollte unbedingt ihren guten Platz in der Gesamtwertung verteidigen und wuchs dabei über sich hinaus. Mit Platz 7 im Tagesergebnis hätte sie jedoch selbst nicht gerechnet, damit konnte sie sich aber erneut in der Gesamtwertung verbessern. Désirée Schuler hätte ihres gern nachgemacht, aber mit Platz 36 musste sie erneut feststellen, dass Zeitfahren nicht ihre Stärke ist. Sonja Rau beendete ihr erstes Zeitfahren im BIKE-AID Trikot auf Platz 48.
 
Nach dem Zeitfahren hieß es duschen, essen, kurz schlafen und um 06:00 Uhr wieder essen, denn um 09:00 Uhr wollten 103,8km auf dem bergigen Rundkurs der  Main Spessart Rundfahrt bewältigt werden. Das Team Specialized-DPD aus Holland war mit 8 Fahrerinnen angereist und auch das deutsche Profi Team Nutrixxion war mit einem Aufgebot am Start um die Bundesliga Teams zu fordern. Internationale Konkurrenz fordert die deutschen Fahrerinnen, macht die Rennen spannender und offener und erhöht damit die Wertigkeit der Bundesliga Rennen. Die Verantwortlichen geben aber weiterhin mit ihrem Reglement eindeutig zu verstehen, dass man eine solche Weiterentwicklung der Bundesliga nicht wünscht. Aber konzentrieren wir uns auf das sportliche.
 
Zwei knackige Anstiege und viel Wind hießen die natürlichen Feinde der Fahrerinnen. Runde für Runde riss das Feld vor allem auf dem ersten längeren Anstieg auseinander und in der Spitze von rund 10 Fahrerinnen waren stets auch Désirée Schuler und Elena Eggl zu finden. Aber es fehlte der Mut der Fahrerinnen „durchzuziehen“ und so wurde das Tempo immer wieder herausgenommen und das Feld rollte zusammen. Je länger das Rennen, je müder wurden die Beine der Fahrerinnen und viele mussten reißen lassen. Dennoch blieb eine Gruppe von Rund 25 Fahrerinnen zusammen. Heftigen Gegenwind hatten die Fahrerinnen auf der rund 5km langen Anfahrt Richtung Karbach und hier bewies in der vorletzten Runde die luxemburgerin Nathalie Lamborelle (Abus Nutrixxion) waren Kämpfergeist. Sie nutze den richtigen Moment und konnte sich alleine absetzen, jedoch waren noch rund 20 schwere Kilometer zu fahren. Aber die restlichen Teams im Feld waren sich nicht einig und so konnte sie am Ende mit 5 Sekunden Vorsprung  der Konkurrenz ein Schnippchen schlagen und den deutschen Fahrerinnen den Sieg wegnehmen. Als das Feld auf die Zielgerade einbog eröffneten die Fahrerinnen aus Holland den Sprint und Désirée Schuler war bestens positioniert. Am Hinterrad von Nathalie Van Gogh hatte sie den 3. Platz greifbar, als sie kurz vor der Ziellinie noch von Martina Zwick und Anna Biance Schnitzmeier (beide Abus Nutrixxion) übersprintet wurde. Platz 5 bedeutete aber erneut ein spitzen Ergebnis und Elena Eggl folgte ebenfalls mit einem guten 16. Platz. Erst in der letzten Runde konnte Sabine Fischer das hohe Tempo im Berg nicht mitgehen und folgte als erste Fahrerin hinter dem Feld nach einem engagierten Rennen auf Platz 26. Teamkollegin Sonja Rau wurde 47.
 
Die Leistungen des Wochenendes sorgten dafür, dass Désirée Schuler weiterhin auf Platz 4 der Gesamtwertung liegt und Elena Eggl auf Platz 5 vorrücken kann.